FEGEN

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Fegen / Fegensee

Der Fegen liegt an der Westküste im Süden Schwedens  in der Nähe von Falkenberg. Der See ist ca. 19 km lang und misst an den breitesten Stellen um die 1,5 km, faktisch eine von Nord nach Süd ausgerichtete Rinne mit einer maximalen Tiefe von 38m. Die Wasserfläche beträgt um die 24 km².

Das Wasser des Sees ist meist dunkel eingefärbt, bedingt durch den torfigen Böden der umliegenden größtenteils versumpften Fichtenwälder. Es gibt Abflüsse im Norden über die Flüsse Spångån und im Westen über den Kättarpsån in den See Kalvsjön.

Der Abfluss über den Kalvsjön sorgt für eine wesentliche Besonderheit des Fegens.

Warum ist der Fegen besonders?

Der Fegen gehört zum Wassersystem des Ätran, der mehrere Wasserkraftwerk speist. Der Fegen dient praktisch als „Rückhaltebecken“ zur Regulierung des Wasserstandes dieses Flusses. Was zur Folge hat, dass der Wasserstand innerhalb einer längeren Trockenperiode um bis zu -1,75m zu Normal sinken kann. Was wiederum bewirkt, das dann die Uferlinie stellenweise um einige Hundert Meter zurück weicht, die meisten Bootsstege komplett im trockenen stehen und natürlich das ganze Biotop auf diese massive Veränderung der Bedingungen reagiert.

Der Fegensee dient zur Regulierung des Wasserspiegels im Ätransystem.

Nach dem heißen Supersommer 2018 lag der Wasserstand im Herbst noch ca. 1,5m unter normal. Die Uferlinie hat sich im Norden ca. 250m zurückgezogen.

Durch die Senkung des Wasserspiegels stimmt dann auch keine Gewässerkarte mehr. Es entstehen neue Untiefen, gefährliche Stellen für die Boote und die Hot Spots zum Angeln verschieben sich.

Gewässerkarte / Tiefenkarte des Fegen

Das ist die offizielle Gewässerkarte des Fegens, sie ist relativ genau und stellt den Normal-Fall dar. Sie ist praktischer Weise laminiert und kann für stolze 35€ bei Fegenkiosken vor Ort erworben werden. Tipp: Will man es etwas günstiger, hat man manchmal gute Chancen bei Ebay Kleinanzeigen.

Im Herbst und Winter normalisiert sich der Wasserstand des Sees über die jahreszeitlich bedingten Niederschläge, so dass für den nächsten Sommer wieder ausreichend Reserven vorhanden sind.

Wer sich den gegebenen aktuellen Bedingungen anpassen will, kommt um den Einsatz eines guten Echolot/GPS-Gerätes nicht herum. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der SonarChart-Live-Funktion von Lowrance gemacht. Diese Funktion schreibt in Echtzeit die aktuellen Tiefen auf den Plotter und korrigiert automatisch die Kartendarstellung. Dies hilft ungemein, um sich auf die neuen Bedingungen einzustellen.

Lowrance HDS SonarChart-Live, Ansicht der korregierten Tiefen, Fegen Fegensee Trolling

Links im Bild ist ist die Korrektur der SonarChart-Live-Funktion (das sind die weißen Bereiche) zu sehen. Damit kann man sich sehr gut auf die aktuellen Bedingungen einstellen. Rechts sieht man große Echos zwischen 30-60 Fuss (10-20m) stehen. Dahin kommt man nur mit einem Downrigger.

Fegen auf Navionics

Fegen auf Navionics

Naturschutzgebiet FEGEN

Die Region um den See und der See selber sind ein Naturschutzgebiet. Hier gilt ein besonderer Schutz für Flora und Fauna. Zum Beispiel gilt vom 1. April bis 15. Juli an vielen Inseln und Stellen ein Anlegeverbot. Diese sind mit gelben Schildern und an bestimmten Stellen mit Bojen im Wasser gekennzeichnet. Außerdem beträgt in dieser Zeit die Höchstgeschwindigkeit auf dem See 5 Knoten. Weiterhin ist es verboten, Feuer zu machen oder zu zelten, außer an zu diesem Zweck angewiesenen Stellen. Auf den Internetseiten der Provinzialregierungen findet man ausführlichere Informationen über das Naturschutzgebiet.

Die Sache mit dem Fisch

Um im Fegen zu Angeln benötigt man generell eine Fiskekort. Damit kann man dann mit bis zu 5 Ruten pro Angler agieren, egal mit welcher Technik. Fangbeschränkungen gelten aktuell nur für Hecht, check iFiske.se. Der Zander ist im Fegen stark vertreten und soll generell entnommen werden. Das können wir bestätigen, da wir viele Zander im Vergleich zum Hecht gefangen haben. Im Schnitt ca. 4 Zander auf einen Hecht. Barsch ist auch vertreten, wohl auch in großen Exemplaren. Aber diesbezüglich fehlt uns die Aussagekraft, weil wir fokussiert auf Zander unterwegs waren und wirklich wenige Barsche auf unsere Köder bissen.

Als Angeltechnik auf Raubfisch empfiehlt sich das Trolling und Spinnangeln. Wir haben die ersten Tage überwiegend geschleppt und uns dabei die nötige Übersicht für die Region geholt. Dabei fingen wir viele Zander überwiegend am Downrigger in Tiefen von 4-10m. Hechte bissen hauptsächlich am Sideplaner. Unsere Erfogsköder am Downrigger waren Bomber Long A (jointed, Redheat) und Köderfische (10-14cm) an der Schleppmontage. Später sind wir gezielt die Hotspots mit der Spinnrute angegangen und haben mit erfolgreich mit Gummifisch gefaulenzt.

Tipp

Viele weitere Informationen zum Fegen findet man auf der Website des hiesigen Angelvereins www.fegenfiske.seder Karte des Naturreservats und auf iFiske.se, wo man auch seine Fiskekort bequem online erwerben kann.