ABSURDISTAN

Wer kennt das nicht?

Man geht hoch konzentriert ein bestimmtes Ziel an. Alles ist optimal eingestellt. Man hat sich bestens vorbereitet. Alle Bedingungen sind perfekt.

Aber es funktioniert nicht! Nichts passiert! Das Ziel wird nicht erreicht!

Oder „Murphy`s Law“ schlägt zu. „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Und es geht alles schief und man kann nichts dagegen tun.

Oder es passieren Dinge, mit denen man so nicht gerechnet hat. Dinge, die unglaublich sind, aber doch passierten. Dinge, über die man sich Gedanken macht und nur mit DER Logik  Sherlock Holmes erklären kann. „Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“

Hier findet ihr unsere Erklärungen, unsere Erlebnisse  und unsere Gedanken zu den Mysterien der Schweden-Angler-Welt.

Grüße aus Absurdistan!

Absurdistan – Die Beton-Sichel-Theorie

Es gibt sie! Es muss sie geben, mit Sicherheit. Und sie liegt irgendwo hoch im Norden Schwedens, in Lappland. Tief versteckt in einem dichten unzugänglichen Wald. Und sie ist geheim. Auf jeden Fall, denn sonst macht das Ganze ja keinen Sinn. Aber von vorn…

Manchmal passiert es. Nicht immer, aber es passiert zu weilen dann, wenn man glaubt, das alle Bedingungen optimal sind. Alles ist perfekt, alles ist stimmig. Das Wetter passt. Das Echolot zeigt die richtigen Echos an den richtigen Stellen. Unmengen an Echos, große Fisch-Sicheln, viele Fisch-Sicheln. Die Stimmung ist top. Der Fisch ist also da, die richtigen Köder sind genau an der richtigen Stelle und tun das, was sie tun sollen.

Aber es beißt nicht, überhaupt nichts. Nix, Null, Nada.

Du servierst die Köder nach Lehrbuch, du variierst die Köder. Man schleppt mal schnell, mal langsam, aus verschiedenen Richtungen, mal hoch, mal tief. Alle möglichen Manöver werden ausprobiert. Aber nichts passiert. Es ist zum verrückt werden. Was ist da nur los? Was läuft hier verkehrt?

Dies ist bei uns so schon vorgekommen, wirklich selten, aber es ist vorgekommen! Ehrlich!!!

Jedes Mal haben wir lange über dieses Phänomen  nachgedacht und alle Möglichkeiten diskutiert. Und irgendwann hat es Klick gemacht. Wir denken, dass es nur eine logische Erklärung dafür gibt.

Auf dem Echolot sehen wir nicht die Echos von Fischen, sondern von künstlich erschaffenen Objekten in der Form einer Fisch-Sichel. Ja! Ja! Es kann nur so sein!

Wir vermuten, dass es ganz simple Konstruktionen aus Beton sind. Fisch-Sicheln aus Beton, die auf 3 Edelstahl-Fahrradspeichen stehen.

Absurdistan

So oder so ähnlich könnte die Beton-Sichel aussehen

Aber warum das Ganze nur? Ganz einfach!

Beton ist billig, leicht zu verarbeiten,  hat die richtige Dichte für das Sonar und hält sehr lange dem Wasser stand. Edelstahl-Fahrradspeichen rosten nicht, sind leicht zu beschaffen und alles was 3 Beine hat, kippelt nicht.

Schweden ist global als Angler-Paradies bekannt und so soll es auch bleiben. Viele Fans aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr nach Schweden, um hier ihren Traum-Fisch zu fangen. Sie bringen Geld ins Land. Dem entsprechend muss man dafür sorgen, dass genügend Fisch da ist. Oder die Sache so einrichten, dass es wenigsten danach aussieht!

Der moderne Angler hat heutzutage viele technisch Möglichkeiten zur Verfügung, um zu schauen, was sich unter der Wasseroberfläche abspielt. Also ist es doch logisch, dass man alle Möglichkeiten nutzt, damit er das, was er gern sehen möchte, auch sieht. Man muss es nur so fabrizieren, das es keiner mit bekommt. Und da sind wir wieder in Lappland. Denn da steht sie, die Beton-Fisch-Sichel-Fabrik. Irgendwo tief versteckt im schwedischen Wald…

Wie diese Teile in die Seen kommen, wissen wir noch nicht. Wir haben auch noch keine Beton-Fisch-Sichel „gefangen“. Diesen Beweis bleiben wir noch schuldig. Aber sobald wir etwas Fundiertes nachweisen können, werden wir es hier tun.

PS: An der Entwicklung dieser Theorie haben Mario, Jeffrey, Holsten und Jägermeister mitgewirkt.

Absurdistan – Der gefundene Zander

Es passierte im Juni 2011 am Åsnen.

Boot 2, geführt von Jeffrey und Renè, trollte am späten Nachmittag im nördlichen Bereich vor der Insel Borgön.

Dort existiert ein ca. 5km langes, 1km breites bis zu 10m tiefes Becken, welches sich optimal zum Schleppen auf Hecht, Zander und Barsch darbietet. Keine Untiefen, keine Felsen, keine Überraschungen. Hier macht es Sinn, konzentriert die großen Brummer, die pelagisch lebenden Räuber, anzugehen.

Das haben sie auch 2 Stunden lang erfolgreich getan. Es gab bis dato ein paar Hechte, als ein Sideplaner plötzlich anschlug und die Rolle permanent Schnur abgab. In der Regel bedeutet das konstante Abspulen der Schnur ein Hänger des Köders irgendwo am Grund.

Dies war aber in diesem Bereich des Åsnen nicht nachvollziehbar, da es hier um die 9m tief ist und die Wobbler am Sideplaner auf ca. 4-5m Tiefe liefen. Also checken, was hier los ist. Man vermutete einen großen alten Ast, die manchmal schwebend in tiefen Bereichen treiben.

Es wurde das ganze unbeteiligte Equipment eingeholt und dann langsam in Richtung des vermeindlichen „Hängers“ gefahren. Dabei wurde sorgsam ohne großen Zug die Schnur des.Problem-Wobblers aufgenommen.

Wie groß war die Überraschung, als sich statt des mutmaßlichen Astes an unserem Wobbler eine fremde geflochteten Schnur verfangen hatte, die aber auch nicht alt und vergammelt aussah. Also weiter checken…

Renè begann nun behutsam, aber doch mit Kraft, die „gefangene“ Schur über ein Brett aufzuwickeln, da er daran einen starken aber konstant nachgebenden Widerstand spürte. Nach ca. 40m Schnur entpuppte sich der fremde „Hänger“ als ca. 93cm große Zander, der noch ziemlich fidel war. Wahrscheilich verlor ein Angelkollege diesen kapitalen Fisch am Vormittag durch Schnurbruch, wie auch immer.

Absurdistan

Der „gefundene“ Zander!

Der Zander hatte auf einen blau-silbernen Rapala Husky Jerk gebissen und den Köder voll genommen, welcher bedauerlicher Weise so tief im Rachen mit allen Drillingen und Flunken verhakt war, dass dieser wunderschöne große Fisch nicht mehr zu retten war.

Normalerweise lassen wir solche Brocken wieder schwimmen, damit sie ihre Gene weitergeben können, denn sie sind nicht grundlos so alt und so groß geworden. Diesen mussten wir von seinem Leiden erlösen. So ging dieser Fisch den kulinarischen Weg, der Wobbler hängt in unserer Köderkiste und erinnert uns immer mal wieder an diesen  außergewöhnlichen „Fang“, wenn er eingesetzt wird.

Und er fängt immer noch…

Absurdistan – Die NSA-Wetter-App

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