MÄLAREN

Der Mälaren  wird als der drittgrößte See Schwedens, nach dem Vänern und Vättern, bezeichnet und liegt westlich von Stockholm.

Er hat eine Wasserfläche von über 1090 km² !!! Er ist durchschnittlich 13m tief, wobei die maximale Tiefe bei 66m liegt. Und er ist über alles 72km lang.

Der Mälaren ist ein wirklich großer See und bietet durch seine stark gegliederte Struktur sehr viel Abwechslung. Der Mälarsee weist nicht diese riesigen zusammenhängenden Wasserflächen wie auf dem Vänern und Vättern auf.  Der See stückelt sich in viele Gewässerarme, Buchten, Inseln, große und kleine Wasserflächen mit unterschiedlichen Tiefenbedingungen. Viele Brücken verbinden die Inseln mit dem Festland.

Trotzdem der See Naherholungszentrum für u.a. Stockholm ist und an seinen Ufern teilweise viele Wochenendhäuser zu finden sind, gibt es auch große unausgebaute Gebiete, die den See als die „inneren Schären“ neben dem Stockholmer Schärengarten attraktiv machen.

Eine Verbindung zur Ostsee existiert über den Södertälje-Kanal, die Hammarby-Schleuse und Slussen-Schleuse sowie den Norrström. Durch diese Verbindung bekommt der See seine besondere  Salz- und Süßwassermischung, die für für seinen abwechslungsreichen Fischreichtum sorgen.

ANGELN

Es gibt im Mälaren über 30 Fischarten. Zu den häufigsten gehören Aal, Barsch, Forelle, Hecht, Karpfen, Lachs, Maräne und Zander. Dem Angler bieten sich somit viele Möglichkeiten sich entsprechend den gegebenen Bedingungen auszuprobieren, egal wie das Wetter ist.

Weil der Mälaren zu den fünf größten Gewässern Schwedens gehört, braucht man keine Fiskekort, also Anglerschein bzw. Genehmigung. Es gibt aber bestimmte Einschränkungen für das Trolling und die örtlichen Regelungen bezüglich Größe bzw. Schonzeiten für diverse Fischarten. Die entsprechenden aktuellen Informationen muss man sich vor Ort einholen.

Angeltechnisch kann man sich an diesem See regelrecht austoben. Man muss sich aber, wie immer bei den schwedischen Gewässern, gut vorbereiten. Zur Grundausstattung sollte ein ausreichend großes und gut ausgerüstetes Boot mit GPS, Echolot und digitale Seekarte gehören, da man meist nur mit einem Boot an die Hotspots kommt. Vom Ufer aus zu angeln macht nur Sinn, wenn man einen gut positionierten Bootssteg oder einen schilffreien Uferabschnitt an der Scharrkante vorfindet.

Der Mälaren auf Navionics

Die eigentliche Fangausrüstung hängt von der bevorzugten Angeltechnik ab. Erfolgreiche Techniken sind hier das Trolling, Spinnfischen und Vertikalangeln. Auch das Ansitzen mit der Posen- und oder Grundangel ist machbar, wenn die Bedingungen es hergeben. Irgendwelche Besonderheiten erfordert der See nicht, hier geht man ganz klassisch an die Sache.

Unser Aufenthalt

am Mälaren fand im außergewöhnlich heißen Sommer 2018 als Familienurlaub statt. Quartier haben wir in einem alten umgebauten Speicher in Äleby Gård auf der wohl größten Insel des Mälaren, auf Selaön genommen. 

Unsere Unterkunft am Mälaren lag ca. 300m vom See entfernt. Das Haus ist von außen charmant rustikal anzusehen, aber innen doch sehr geräumig, voll ausgestattet und nicht unmodern. Wir haben dort gut gewohnt und gelebt.

Von hier aus haben wir unsere Ausflüge in die Umgebung und nach Stockholm gestartet.

Die Uferpromenade von Strängnäs.

Zum Trolling und Angeln konnten wir kostenfrei ein Boot von unserem Vermieter nutzen. Es war ein einfaches kleines Ruderboot mit einem 2 PS-starken Außenbordmotor als Antrieb. Das mussten wir natürlich erst einmal für unser Vorhaben herrichten. 

Steuerbord und Backbord montierten wir jeweils eine Trolling-Bar mit einem Scotty-Downrigger und 2 Rutenhaltern für die Downrigger- und  Side-Planer-Ruten.

Der Bugmotor musste natürlich auch mit drauf

Onkel Andrè leistete einen hervorragenden Job als Skipper und beherrschte die gewaltigen 2 PS unseres HONDA-AB’s souverän!!

Daumen hoch, alle Ruten sind klar…der Biss kann kommen.

Fazit

Wir konnten in den 2 Wochen am Mälaren nur die große Bucht vor Äleby befischen, mehr war mit unserem kleinen Boot nicht möglich. Es hat aber völlig ausgereicht, da wir unsere Ziele erreicht haben. In der Bucht stand ausreichend Fisch, den wir aber auch Anfangs suchen mussten. Geangelt haben wir auf Grund der Hitze in den Abendstunden. Dabei haben wir schöne Zander und Hechte mit schmalen, ca. 12-14 cm langen Wobblern gefangen. Wir haben sie tief (8-12m) am Downrigger geschleppt. Gängige Farben waren Silber, Blau-Gelb und Grün-Gelb. Was auch gut funktionierte, waren goldene Rhino-Trolling-Spoons am Downrigger. Damit konnten wir ein paar schöne fette Barsche überlisten.

Am Sideplaner hatten wir wesentlich weniger Erfolg, da die Fische bei dieser andauernden Hitze in den tiefen Bereichen um die 10m standen. 

Am Mälaren zu angeln hat sehr viel Spaß gemacht. Der See ist voller Fisch und es gibt rings herum sehr viel zu entdecken. Der See ist nicht zugebaut, die Natur größtenteils unberührt und störenden Schiffsverkehr haben wir nicht wahr genommen.

Es war wunderbar…

HIER GEHT ES ZU