VÄLLKOMMEN…

…bei den Schweden-Anglern.

Die Schweden-Angler sind ein paar Normalos aus dem Süden Brandenburgs, die hier über ihr Tun  berichten, wenn sie ein-, zweimal im Jahr dem Alltag entfliehen wollen.

Denn dann tingeln sie in ein Land, wo es scheinbar unendliche Wälder, Unmengen an Seen und Flüssen gibt. Wo sie die größtenteils unberührte grandiose Natur besoffen macht und sie spätestens nach 2 Tagen mit dem Grinsen nicht mehr aufhören können.

Dort lassen sie einfach mal los, legen den Schalter um, richten den  Fokus neu aus und hängen ihre Seele in den säuselnden Wind des schönsten Landes der Welt – in den Wind von SCHWEDEN.

Und was machen sie hier in SCHWEDEN?

Sie laden hier ihre Akkus wieder ein Stück voll auf. Sie glätten hier ihre zerrupfte Seele. Und sie geben sich nur hier ihren innersten gengesteuerten Trieben hin. Sie machen sich  ein Pils auf und gehen zum TROLLING.

Wie hat alles angefangen?

Bei einer Gartenparty im Sommer 2003 haben sich die Schweden-Angler irgendwie gefunden. Wir kannten uns bis dato kaum oder gar nicht.

Das Wetter und die Stimmung an dem Abend waren sehr angenehm. Mario verzählte am Lagerfeuer von seinem vorjährigen, überhaupt ersten  Angeltrip nach Schweden. Er schwärmte von der unglaublichen Ruhe, der unberührten Natur Schwedens, den Wetterkapriolen und natürlich dem Spinnangeln auf Hecht am Möckeln.  Dabei wurden die anderen anwesenden Herren dermaßen angefixt, das sie kurzerhand für den Herbst ein Angel-Trip nach Schweden  beschlossen.

Die auch anwesenden Frauen grinsten nur. Sie animierten oder provozierten die Männer:  „Nur zu! Macht das!“, „Und bringt ja Fisch mit!“, „…das wird sowieso nichts!“,   “ Wer weiß, was ihr euch da angeln wollt, dort in Schweden?“ usw. usf.

Aber das hat uns nur angespornt.

Egal. Vom Angeln, geschweige denn Trolling, hatten wir damals nur ganz rudimentäre Kenntnisse.

Also haben wir uns eine Stuga am Kösen gebucht, Fährtickets und ein Echolot gekauft, unser bisschen Angel-Kram in die Autos gepackt und sind dann mal los gefahren. Das war im Jahr 2003.

Seit dem fahren wir jedes Jahr mindestens einmal nach Schweden zum Angeln!

Im Jahr 2004 haben wir im südlichen BOLMEN die ersten Male geschleppt, angeregt von Artikeln aus der deutschen Angel-Fachpresse. Los ging es damals ganz klassisch mit einer Spinn-Rute in der Hand, an der Rute einen Wobbler. Irgendeinen aus der Kunstköder-Kiste der uns irgendwie „fängig“ vorkam. Jedenfalls  haben wir auch etwas gefangen, Hechte so zwischen 50-75cm Größe und gelegentlich ein paar Barsche so um die 25 – 30cm, aber keine Zander, Forellen oder Saiblinge.

Natürlich waren wir über den anfänglichen Erfolg erfreut und gleichzeitig auch überrascht, da wir dem Schleppen doch etwas skeptisch gegenüber standen. Aber Erfolg macht hungrig auf mehr und wir waren dann auch heiß auf mehr. Wir wollten es genauer wissen, wie das hier so geht mit dem Trolling, hier in Schweden.

Aus diesem Grund haben wir uns einen Guide engagiert, Björn Carlson von BJÖRN’S SPORTFISKEGUIDNING aus Ljungby. Ein Voll-Profi wie man es sich wünscht und auch besser nicht hätte haben können.

Der Bolmen ist Björns Hausgewässer. Mit seinem  voll ausgestatteten Trollingboot fuhr er mit uns  in den Norden, wo wir das erste Mal mit Downrigger, Sideplaner und der ganzen Schlepptechnik in Berührung kamen. Innerhalb eines Tages bekamen wir einen Intensiv-Kurs zum Thema Trolling. Am Ende dieses Tages waren wir echt sehr beeindruckt, begeistert und geschafft von den Ereignissen, die wir erfahren haben.

Schweden-Angler

Eckart (l) und Björn (r) versorgen einen gedownriggerten Kleinzander, der natürlich releast wurde…

Der Intensiv-Kurs zum Trolling beinhaltete wesentliche Erklärungen und Einführungen zu den Gerätschaften und Themen wie:

  • Downrigger und seiner Funktionsweise
  • Downrigger-Rute und warum nur diese am Downrigger
  • Echolot und seine Handhabung
  • Sideplaner und seine Funktionsweise
  • Multirollen und Schnüre
  • Köder und Einsatz Selbiger
  • Schiffsführung und Trollingmanöver

Neben den vielen Informationen haben wir das Ganze zusammen mit Björn auch eingesetzt und so Hechte und Zander gefangen. Jawoll, das wollten wir erreichen!

Wir haben nun erfahren, wie die Schweden hier angeln.

Es war in der kurzen Zeit so viel an Informationen und Eindrücken, dass wir das Ganze erst mal sacken lassen und verinnerlichen mussten.

Puuuh! Wir haben dann abends bei Bier und Jägi die Thematik Trolling besprochen, unsere Eindrücke und Meinungen ausgetauscht. Dabei haben wir für uns festgelegt, dass wir das auch machen wollen. Und zwar genau so, wie wir es bei Björn das erste Mal erleben durften.

Gesagt, tun getan.

In den Jahren 2005 und 2006 haben wir uns dann ausgiebig mit dem Trolling auf dem BOLMEN beschäftigt.

Wir legten uns nach und nach Downrigger, Sideplaner, die passenden Ruten und Rollen, Echolote, Köder und das notwendige Zubehör zu und haben erfolgreich die Jagd auf Zander im Bolmen begonnen. Zwischen durch haben wir hin und wieder unseren Guide Björn bemüht, um technische und fachliche Inhalte zu besprechen.

Und beim Bolmen ist es nicht geblieben…

Schweden-Angler

Die Stammcrew der Schweden-Angler zum morgendlichen Gruppenbild vor einem Tages-Trip am Åsnen 2011…

Schweden-Angler

Die normale Stammcrew v.l.n.r. Jeffrey, Mario, Renè und Eckart.

…und zufrieden, glücklich, völlig kaputt und naturbesoffen nach einem Tages-Trip am Åsnen 2011.

Schweden-Angler

Granstugan (das Haus der tausend Teppiche) auf Borgön im Åsnensee

 Zur normalen Stammcrew (nach Alphabet und ohne Wertung) gehören im Einzelnen der Eckart,…

Schweden-Angler

…Rufname „Ecki“, normalerweise Skipper* auf Boot1 und rechts im Trio mit zwei Rotforellen (sehr lecker)…

 …und dann der Jeffrey…

Schweden-Angler

…, Rufname „Jeffrey“, Skipper* auf Boot2, entspannt und erfolgreich…

   …und dann noch der Mario…

Schweden-Angler

…Rufname „Majo“, Ruku** auf Boot1, immer zufrieden mit dem Erreichten…

…und zum Schluss noch der Renè.

Schweden-Angler

…, Rufname „Hürschi“ und Ruku** auf Boot2, ein absoluter Fan von „catch and relaxe“!

Manchmal kommt es vor, dass ein Mitglied der Stammcrew aus irgendwelchen Gründen nicht fahren kann. Dann ist eine Riesen Heulerei und Ersatz angesagt.

2004 sprang Harzi für Renè ein…

Schweden-Angler

Vermessung der Öresund-Brücke

…und im Jahre 2009 musste Maik für Jeffrey fahren.

Schweden-Angler

Nacht-Schleppen mit Erfolg

Seit 2003 fahren wir nun jedes Jahr nach Schweden um zu angeln. Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Pippi-Langstrumpf-Land usw., stehen da nicht mit auf der Tagesordnung. Tagsüber stellen wir den Fischen nach, abends wird gegrillt oder geräuchert, am Lagerfeuer oder Kamin gesessen, dabei ein leckeres Pils geschlürft und am Jägermeister genippt.

Angefangen haben wir im ersten Jahr mit der Spinnangel und sind dann im darauf folgenden Jahr ziemlich schnell zum Schleppangeln bzw. Trolling übergegangen, weil es auf den, für unsere Verhältnisse, riesigen Seen einfach effizienter und erfolgreicher ist.

Beim Trolling ist es dann auch überwiegend geblieben. Wir greifen auch gern mal zur Spinnangel oder hauen abends mal zwei, drei Grundruten raus.

Unser Schwerpunkt ist und bleibt aber das Trolling mit Downrigger und Sideplaner im Süßwasser. Und auf Süßwasser liegt die Betonung. Wir betreiben hier kein Offshore-Trolling auf Lachs, Thun oder ähnliches.

Nein, wir trollen hier auf Hecht, Zander, Saibling, Forelle und Barsch. Das sind unsere Zielfische, in diesem Zusammenhang ist alles etwas filigraner und leichter. Dem entsprechend richtet sich unser ganzes Tun und Drumherum aus.

Mit den Jahren haben wir diesbezüglich viel gelernt und uns stetig weiter entwickelt. Wir haben viel Material und Technik (Ruten, Rollen, Schnüre, Echolote, GPS-Geräte  usw.) ausprobiert und damit unsere Erfahrungen gemacht. Wir haben diverse schwedische Gewässer besucht, dort geangelt, getrollt und unsere Kenntnisse erweitert. Und über das alles werden wir hier berichten.

Eins ist uns dabei wichtig! Wir sind keine Kühltruhen- oder Fleischangler. Unser Ziel ist es nicht, tonnenweise Fisch mit nach Hause zu nehmen. Was wir wollen ist Entspannung, die grandiose schwedische Natur erleben, abends ein Filet in die Pfanne hauen und es bei einem leckeren Pils genießen, mehr nicht.

Dabei versuchen wir möglichst auf Luxus, wie zum Beispiel Fernsehen oder Whirlpool, zu verzichten. Das gilt allerdings nicht für unsere Ausrüstung, wo wir stets auf relativ aktuellem Stand der Technik sind und immer wieder sehr gern Neues ausprobieren.

Und ääähh! Pssst! Hier  können wir Dinge tun, die zu Hause undenkbar wären. Wie zum Beispiel, Schleppangeln mit Motorboot, tagelang nicht rasieren, ausgiebig am Sack kratzen, den Klodeckel nicht runter klappen.

* Skipper (von Schipper / schipper, schiphere ‚Schiffsherr‘)  ist der, der so tut, als hätte er Ahnung von Navigation, Karten lesen, GPS und Echolot bedienen. Das ist der, der weiß, wo es lang geht und niemals vergisst, voll zu tanken.

** Ruku (Kurzform von Ruten-Kuli) ist der, der das komplizierte Zusammenspiel von Downrigger und Downrigger-Rute perfekt beherrscht. Das ist der, der weiß, wie man einen Sideplaner ausbringt und immer den richtigen Köder montiert.

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